Hosen Flicken – 2 Varianten

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Hosen Flicken – 2 Varianten


Meine Mutter ist eine grossartige Gärtnerin und durch das ganze Jahr hindurch versorgt sie uns mit frischem Gemüse. Wie sie aber gärtnert ist eine andere Geschichte 😂 Wir nennen sie liebevoll unser Garten-Wildschwein 🐗🍃 Sie geht oft mit den Hausschuhen (oder ohne Schuhe) in den Garten, jätet auf den Knien, Gartenhandschuhe kennt sie nicht und manchmal springt sie vom Esstisch auf und rennt in den Garten um noch den Salat zu giessen 😂

Wenig überraschend, dass ihre Jeans an den Knien immer kaputt sind. Da ich ihre Nähmaschine bei mir auf dem Tisch stehen habe, hat sie mir vor Kurzem zwei Paar Jeans zum Flicken gebracht. Ich dachte mir: anstatt die Hose wie gewohnt zu flicken, wieso nicht mal etwas anderes ausprobieren? Ein paar Hosen habe ich „normal“ geflickt und beim zweiten Paar habe ich mich an #visibleMending, sichtbarem Kleider flicken, geübt.

Version 1: „gewöhnliche“ Variante

Für die gewöhnliche Variante brauchst du:

  • Vliesline, aufbügelbar
  • Baumwollfaden
  • einen Stickrahmen (klein!)
  • Nähmaschine mit Quilt-Fuss

Schritt1: Vliesline aufbügeln

Schritt 2: Stickrahmen befestigen.

Achtung, nicht falsch rum befestigen, der Rahmen muss nach oben zeigen (Bild unten rechts). Der Stickrahmen stellt sicher, dass sich die Hose beim Nähen nicht kräuselt und verzerrt. Diesen Schritt solltest du nicht überspringen.

Schritt 3: Nähmaschine vorbereiten

Quilt-Fuss installieren und Transporteur versenken. Baumwollfaden einfädeln, Geradstich auswählen (Stichlänge ist egal, diese bestimmst du dadurch, wie wie schnell du den Stoff unter dem Fuss bewegst).

Schritt 4: auf- und absteppen

Hosen unter die Nadel legen und wild auf und ab nähen (gerade herunter, gerade zurück wie wild und dann senkrecht dazu von links nach rechts) bis sich ein Schachbrett-ähnliches Stichbild zeigt.

Version 2: sichtbares Flicken

Sichtbares Flicken macht viel mehr Spass 😂  aber dauert auch wesentlich länger. Diese Version ist nichts für Ungeduldige.

Für sichtbares Flicken braucht ihr:

  • Stoff
  • Jeansfaden (oder ein starker Faden, der sich gut wäscht)
  • Nähmaschine

Schritt 1: Stoff vorbereiten

Stoffquadrat zuschneiden, und Kanten versäubern.

Schritt 2: Stoffviereck annähen

Stoffviereck auf der Rückseite der Jeans annähen. Dabei muss ZWINGEND die SCHÖNE SEITE DES STOFFES NACH OBEN ZEIGEN! 😂  Überprüf dies kurz, wenn du bei diesem Schritt angekommen bist, ich hätte es beinahe falsch angenäht 🤦🏼‍♀️ Versuch ganz nah an der Stoffkante zu nähen, damit liegt der Stoff nach dem Waschen immer noch gut auf.

Schritt 3: Loch ausschneiden

Nach dem Nähen das Hosenbein wenden und die kaputte Stelle der Hosen herausschneiden (die Form kannst du frei bestimmen).

Schritt 4: Loch absteppen

Jetzt die Jeans an den Stoff nähen. Ich habe zuerst einen einfachen Geradstich genommen und einmal rund-herum genäht und dann mit einem Zick-Zack-Stich noch einmal ringsum genäht.

(optional) Schritt 5: Loch ringsum mit Zierstich festigen

Ich habe mich für einen Applikationsstich (blanket stitch) entschieden und mit Jeansfaden das Jeansloch verschönert.

(optional) Schritt 6: Stoff mit Zierstichen annähen

Hier habe ich einen Feder- oder Rosenstich (chained feather; rosebud stitch) verwendet.

Voilà, das sind sie: 2 Varianten, wie du deinen alten Jeans neues Leben geben kannst. Was meinst du dazu? Ich bin inzwischen zu Team #visibleMending übergetreten 😍

 

Liebe Grüsse,

Lenzi


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