Napfunterlage für Samtpfoten

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Napfunterlage für Samtpfoten


Unser Kater hat die mühsame Angewohnheit, beim Wassertrinken kleine Wassertröpfchen auf den Boden zu tropfen. Nicht ideal, da unser Laminatboden bei den Übergängen überhaupt kein Wasser verträgt und bei ein paar Tropfen bereits aufquillt. 🤦🏼‍♀️. Kennt ihr das? Machen eure Vierbeiner auch gehörig Schlamassel beim Essen und Trinken?

Meine Frau meinte, wir können ja eine kleine Unterlage darunter legen und hat mich beauftragt, etwas Süsses zu nähen. 😂. Da sag ich nicht nein, ich liebe kleine Do-It-Yourself Projekte. Entstanden ist eine besondere Napfunterlage für Samtpfötchen. Wir nennen unseren Kater Bob ja liebevoll unseren Prinzen – da passt eine posche Napfunterlage prima zu ihm. Genäht habe ich die Napfunterlage aus Wachstuch oder Tischtuch, da sie leicht zu putzen ist und eine rutschfeste Unterseite hat. Bonus: Wachstücher sind sehr angenehm zum Vernähen.

Hier PDF-Vorlage herunterladen

(unsere gratis Vorlage kann ohne Login heruntergeladen werden)

Welche Grösse?

Unsere Napfunterlagen gibt es in vier verschiedenen Grössen als Vorlage zum Herunterladen. Die kleinste Napfunterlage (S) ist 21x26cm gross und bietet Platz für einen kleinen Futternapf. Die grösste Napfunterlage (XL) ist 30x38cm gross und bietet Platz für einen grossen Napf (z.B. für Hunde) oder zwei kleine Näpfe.

Material

  • Wachstuch mit einer rutschfesten Unterseite
  • Schrägband
  • wasserfester Filzstift
  • Kohlepapier (optional)

Anleitung

  1. Vorlage für die Napfunterlage herunterladen und ausdrucken. Beim Drucken darauf achten, dass das Papierformat auf 100% gestellt ist (sonst wird der Napf je nach Druckeinstellung ein wenig kleiner).
  2. Grösse auswählen.
  3. PDF-Vorlage ausschneiden und zusammenkleben.
  4. Den Umriss des Katzennapfs auf ein Wachstuch zeichnen (Papier darauf legen und vorsichtig mit Kugelschreiber rundherum zeichnen).
  5. Napfunterlage ausschneiden. Ihr braucht keine Nahtzugabe einzurechnen da die Nähte mit Schrägband eingefasst werden.
  6. Katzengesicht mit wasserfestem Filzstift (zB. Sharpie) auf das Wachstuch malen. Ich verwende jeweils ein Kohlenpapier um das Gesicht abzuzeichnen. Alternativ kann man auch mit einem Bleistift die Rückseite der Vorlage vollmalen – dann die Vorlage auf das Wachstuch legen und mit einem Kugelschreiber auf der Vorderseite die Umrisse nachmalen. Der Bleistift drückt dann leicht auf das Wachstuch und ihr könnt es mit einem Filzstift nachzeichnen. Bei manchen Wachstüchern kann man auch einfach mit einem Kugelschreiber das Katzengesicht auf der Vorlage nachzeichnen und ein wenig Druck geben. Auf dem Wachstuch sind dann die Spuren erkennbar.
  7. Schrägband rund um die Napfunterlage annähen. Unten habe ich euch zwei Varianten für das Schrägband-Annähen mit Fotos beschrieben.
  8. Fäden vernähen und abschneiden.
  9. FERTIG!

Schrägband annähen: Variante 1 – klassisch

In der klassischen Variante beginnt ihr auf der Rückseite der Napfungerlage! Öffnet das Schrägband und legt es Bündig an die zu versäubernde Kante auf der linken Seite der Napfungerlage an. Näht mit einem Gradstich auf der Kante des Schrägbandes rund um die Napfungerlage.

Tip: Für ein noch schöneres Erscheinungsbild: näht ein Hauch rechts von der Kante des Schrägbandes. Dadurch wird das Umfalten des Schrägbandes ein perfektes Ergebnis liefern.

Faltet dann das Schrägband auf die schöne Seite der Napfunterlage (rechte Stoffseite) um. Bei den Kurven und Ecken braucht das ein wenig Feingefühl. Aber nur Mut, mit ein wenig Übung wird es klappen! Steppt jetzt das Schrägband auf der rechten Stoffseite schmalkantig ab. Auf der Rückseite sollte die Naht ebenfalls auf dem Schrägband landen. Wenn dies nicht passiert ist, macht euch keinen Stress, kann vorkommen und euer Samtpfötchen schaut ja eh nicht unter die Napfunterlage. Je genauer ihr das Schrägband umfaltet, desto schöner wird das Ergebnis auf der Rückseite.

Schrägband annähen: Variante 2 – verdeckte Naht

In der Variante mit der verdeckten Naht beginnt ihr auf der Vorderseite der Napfungerlage! Öffnet das Schrägband und legt es bündig an die Stoffkante. Näht jetzt nicht auf der Kerbe des Schrägbandes, sondern nähe 1-2 Nadelpositionen rechts davon. Dieser Schritt ist zentral, damit hat das Schrägband beim Umlegen mehr Breite auf der Rückseite.

Als Nächstes das Schrägband auf die Rückseite falten. Hier wird das Schrägband auf der Rückseite tiefer gezogen, als es auf der Vorderseite ist. Alles gut festklammern (nicht umbedingt mit Stecknadeln, das hinterlässt auf Wachstuch Spuren). Danach die Napfunterlage auf die Vorderseite wenden. Anstatt Schrägband schmalkantig absteppen, die Naht direkt zwischen Schrägband und Napfunterlage steppen (siehe Bild). Auf der Rückseite wird das Schrägband mitgefasst (schmalkantig!), weil vorher ja das obere Teil des Schrägbandes nicht so breit ist, wie auf der Rückseite.

Innenecken nähen

Setzt vor Beginn der Innenecke ab, und sichert die Naht mit ein paar Vorwärts- und Rückwärtsstichen. Zieht dann das Schrägband nach oben, bis sich eine saubere Ecke bildet. Legt das überschüssige Schrägband auf die eben genähte Naht und näht auf der gegenüberliegenden Seite das Schrägband weiter an.

Aussenecken nähen

Setzt vor Beginn der Aussenecke ab, und sichert die Naht mit ein paar Vorwärts- und Rückwärtsstichen. Zieht das Schrägband von der Ecke weg (siehe Bild) und faltet es. Faltet dann das Schrägband zurück, sodass es wieder bündig auf der weiterführenden Seite aufliegt (siehe Bild).

Und schon ist die Unterlage fertig! Viel Spass beim Nachnähen,

❤️ Lenzi


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